Berichte

Die Perfekte Familie

Gibt es sie überhaupt? Nein, um Himmelswillen, nein! Es sei denn, man will alles schönreden. Auch in den besten Familien ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die Rede ist hier aber von einer anderen, von einer übergrossen Familie, die der Männerriege. Sie gilt als Phänomen, hat man an der vergangenen Generalversammlung gehört. Seit Jahren lockt sie im Durchschnitt über 40 Turner, mit Spitzenwerten bis zu 50, in die Halle. Es sind wohl viele und jeder von ihnen ist einzigartig und bringt etwas mit, das die Familie bereichert. Ja, sie alle sind aber auch nur Menschen mit (liebevollen) Ecken und Kanten. Dass bei uns die Familien-Chemie stimmt, hat verschiedene Gründe. Die Riege verfügt über ausgezeichnete Sportinfrastrukturen: Zwei Turnhallen, einen Kraftraum und einen Gymnastikraum. Ich nenne sie wie vier kleine Inseln, jede für sich allein und doch alle miteinander verbunden. Das heisst, jedes Familienmitglied kann sie seinen Bedürfnissen entsprechend ad hoc frei wählen, was will man mehr? Sechs Vorturner und drei Gastkräfte, so berichtete der technische Leiter, haben auch im verflossenen Jahr dafür gesorgt, dass der Körper auf verschiedene Art und Weise vom Scheitel bis zur Zehe im wahrsten Sinn durchgerüttelt und damit gelockert, entspannt und gleichzteitig gestärkt wird. Fünf Anlässe, Vereinsturntag, Männerturntag, Sportabend, Spielabend und Faustballturniere, gaben jedem von uns die Möglichkeit, sich wettkampfmässig zu betätigen und mit einem gesunden Ehrgeiz um Erfolg zu kämpfen. Körperliche Betätigung gehört in unserer Gesellschaft nicht mehr zwingend zum Alltag. Daher nimmt die Bedeutung des Sports zu und ist grundlegend für die Gesundheit und Wohlbefinden. Ich rede hier vom Sport im Sinne von Freude an der Bewegung und von Erfolg, gemessen am individuellen (Kondition)fortschritt.

Wir waren aber nicht nur in der Halle aktiv. Das Jahr 2016 bot wiederum einen bunten Mix an Tätigkeiten, die die Männerriege prägen und deren Zusammenhalt festigen: Es gab allerhand an Geselligkeit, für Leib und Seele am Frühlingshock, Skifahren, Abendmarsch, Grillabend, Wanderungen, kulturelle Begegnung mit der schaffenden Kunst, praktischer Notfallunterricht in der Halle und Jahresschluss-Apero. Die Männerriege sucht ihre Identität, indem sich nicht nach aussen abgrenzt. Sie pflegt gute Beziehungen zu der uns angegliederten MidiMixFit-Riege, die ihr Wirken eigenständig gestaltet, und zu der Riege Spiel, Sport und Fun, die wir vor zwei Jahren ins Leben gerufen haben und die vor allem auf die jüngeren Jahrgänge ausgerichtet ist. Eine gute Zusammenarbeit verbindet uns mit dem Stammverein. Wir brillieren nicht mit Spitzenleistungen, ergänzen indes im Bereich Gesundheitssport die grosse Angebotsvielfalt im btv. Wir bringen uns im btv ein in Arbeitsgruppen (Datenbank, Workshop Erscheinungsbild) und profitieren darüber hinaus von wertvollen Impulsen dieses Hand-in-Hand-Gehens. Wir traten als Helfer auf innerhalb des Vereins sowie weit über dessen Grenze hinaus (Marathonlauf und Stadtlauf)

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte organisiert unsere Männerriege am 10.Juni 2017 den diesjährigen Männerturntag, einen grossen Anlass, an dem wir ein starkes Startfeld von über 300 Turnern aus allen Winkeln des Verbandes Luzern, Ob- und Nidwalden erwarten. Das 16 Mitglieder starke OK, geleitet als Novum von einer Frau, ist voll auf Kurs. Es ist eine neue, eine andere Herausforderung. Durchgeführt wird der Anlass auf den grosszügigen Sportanlagen Kanti Alpenquai. Sie sind zentral gelegen, alles ist kompakt an einem und demselben Ort vereint. Das OK und die vielen Helfer setzen alles daran, den Teilnehmern beste Wettkampfbedingungen zu bieten am schönsten See der Schweiz, am Fuss des schönsten Berges von Luzern, dem Pilatus, und, wenn der liebe Gott uns gut gesinnt ist, bei schönstem Wetter.

Ich habe bewusst keine Namen erwähnt. Es ist nicht eine Person allein, die unser Schifflein auf Kurs hält. Es ist eine Konstellation, die stimmen muss und die sehr auf der kollektiven Ebene angesiedelt ist. Der Vorstand, der Trainerstab, die Funktionäre und unsere Gönner, allen voran die Raiffeisen Bank, haben hierzu ihren wertvollen Beitrag geleistet. Die übrigen, nicht minder wichtigen Geschäftstraktanden gingen reibungslos über die Bühne. Der Präsident dankte der Revisorin, den Delegationen des Stammvereins, der MiDiMix, der SSF und der Frauenriege für ihre Anwesenheit, ein schönes Zeichen der Zugehörigkeit. Wir werden unserem Gesicht noch markantere Züge geben, unser zentrales Anliegen noch deutlicher zur Kenntnis bringen, als Ansporn und Anreiz zugleich. Dies stellte der Präsident hinsichtlich des Jahresprogramms 2017 in Aussicht. Zuviel versprochen hat er nicht. Nach dem Motto „ Tue das, woran du glaubst und glaube an das, was du tust“ freuen wir uns auf ein erfolgsreiches, glückliches und gesundes 2017. Herzlichst, die intakte Familie.  (S.Q.)

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L e  p a l l e  d e l  m e d i c o

Nein, nein diese witzige italienische Übersetzung von Medizinbällen stammt nicht von mir. Aber jetzt im Ernst, woher hat der Medizinball (palla medica auf  italienisch) seinen Namen und wo kommt er her? Die Bezeichnung „Medizinball“ kommt aus den Vereinigten Staaten, wo diese Bälle zuerst als Medizin in Therapie, Reha und  Prophylaxe Verwendung fanden: Grund, sie kräftigen beim Werfen und Fangen nahezu die gesamte Muskulatur. Darüber hinaus ist er auch in der  Medizinball-Gymnastik bekannt: Mit ihm wird Kraft, Ausdauer und Stehvermögen aufgebaut, Sinne und Konzentration geschärft, Nerven gestärkt und nicht zuletzt Gewandtheit und Schneid gefördert.

Als Trainingsgeräte wurden sie wiederum in Amerika entdeckt. Dort benutzten sie (kombiniert mit Springseilen) vor allem Boxer und Ringer im Training, um möglichst viele Muskeln und damit viel Kraft, Schnelligkeit und Geschmeidigkeit zu bekommen. Ich kenne das aus den in den jüngeren Jahren gemachten Erfahrungen beim Konditionstraining mit einem Boxer. Ich schwärme  heute noch davon. Es gibt zweierlei Medizinbälle: Die Rindslederbälle, sie  besitzen eine geringe Springseigenschaft, aber sind bei Stützübungen ideal. Die Kunststoffbälle, sie weisen bessere Sprungeigenschaften auf und sind daher vielseitig anwendbar. Profitiert haben auch wir schon sehr lange davon. Viele Schweisstropfen nässten so manches T-Shirt jedes einzelnen Männerrieglers.

Mit diesem einfachen Trainingsgerät lässt sich ein unheimlich effektives, abwechslungsreiches und spannendes Training absolvieren. Er ist nicht allein von seiner Form her ein Allrounder: Ihn kann man eben werfen, fangen, stoßen, tragen, rollen. Darum werden wir ihn weiterhin in unsere Turnlektionen integrieren. Vor allem jetzt, wo wir vor der Austragung des Männerturntages 2017 stehen, den wir auf dem Platz Luzern selber organisieren. Wir wollen nicht nur im Mannschaftswettkampf eine gute Gattung machen. Auch die OK-Mitglieder, die mit Leidenschaft und Herzblut am Werk sind, brauchen eine gute physische Kondition. Auf jedem Fall habe ich mich in diese Bälle wieder neu verliebt, in die palle mediche wohlverstanden! (S.Q.)

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D e n   S t e c k e r   z i e h e n . . .

Ja, einfach mal abschalten, weg vom Altag, sich Zeit nehmen und freuen auf einen gemütlichen Abend in einer entspannten Atmosphäre. Über 70 Männerriegler mit Begleitung liessen sich überraschen am diesjährigen Frühlingshock. Ein buntes Programm mit allerhand Leckerbissen an Unterhaltung war angesagt. Zweimal ist er auf die Bühne gestürmt, zweimal hat man herzhaft gelacht – da blieb kein Auge trocken – und gestaunt über seine Kunststücke. Und er war es, Patrick Degen alias Igi Bühler als Comedian, Entertainer, Jongleur und Trickkünstler. Mit  tollen Gags, amüsanten Wortspielereien, witziger Situationskomik und lustigen Geschichten aus dem Leben hat er die Anwesenden  verzaubert. Mit 5 Kurzfilmen zeigte unser Hobby-Kameramann Hermann Ziegler viele Impressionen aus der eigenen Riege und aus seinem Film-Repertoir wie die „Olympiade z’Lozärn“. Wie die beiden Künstler den Schreibenden, bekannt als der mit der roten Hose, in ihr Programm eingeschmuggelt haben, war das Tüpfelchen aufs i. Mit ihrem Auftritt  zeigten sie, jeder auf seine Art, die ungewaschene emotionale Wahrheit, die wir als „normale“ Menschen oft zu verstecken versuchen.

Die spontan lobenden Worte, gemailt von Hans Durrer zum Anlass, sprechen uns aus der Seele. „Liebe Vorstandsmitglieder und Chrampfer vom Dienst, ….übertreibe ich, wenn ich sage, es war das schönste Frühlingsfest? Der Igi Bühler brachte  mit seinen Pointen recht Fahrt in den Abend.

Die tollen Filme von Hermann liessen uns in Erinnerungen schwelgen. Dann das feine Essen: So ein fein abgeschmeckter Braten und das Gemüse, besser als in einem 16 Gault Mill. Restaurant. Die guten Gespräche beim Apero und mit den Tischnachbarn, ja alles war einfach vom Besten. Ganz, ganz herzlichen Dank an alle!! „  Ja, solche Anlässe sollten wir wieder machen. Nein, was schreibe ich da: nicht „sollten“, „müssen“ wir wieder erleben.

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Luzerner Stadtlauf – Auch er ist einer von uns. Markus Lustenberger, ein Männerriegler durch und durch, ein leidenschaftlicher Grilleur, feierte Jubiläum. Wie gross in der Zeitung erwähnt wurde, hat er mit seiner Mannschaft zum zwanzigsten Mal am traditionellen Stadtlauf seinen Grillstand mit viel Herzblut geführt. Wer kennt ihn nicht, den köstlichen Duft von Markus‘ Schweizer Grillwürsten, der jedem auf dem Kappelplatz in die Nase steigt? Markus, herzliche Gratulation!

Wiederum lag das Kleiderdepot vom 40.Luzerner Stadtlauf in den Händen unserer Männerriege. In vielfacher Hinsicht ein GOLDIGES Sportfest! Jubiläum, perfekt sonniges Laufwetter, grossartige Stimmung.